德语圣诞故事:Die Losverkäuferin

来源:新东方发布时间:2013-09-16

 

  Pünktlich zur Weihnachtszeit hatte es geschneit. Maria Wernicke blickte versonnen auf die weiße Pracht. Sie liebte den Winter, doch unter den gegebenen Umständen konnte sie sich nicht damit anfreunden. Was hatte ihre Mutter sich nur dabei gedacht, in diese Einöde zu ziehen? Agnes Wernicke, ihre Mutter, stand in der spärlich eingerichteten Küche und machte das Abendbrot. Plötzlich erfasste Maria eine unbändige Wut.

  "Mama, kannst du mir sagen, wie ich von hier aus zur Arbeit kommen soll?"

  Ihre Mutter schwieg.

  "Und wie kommt Gerd in den nächsten Ort zur Schule?"

  Wieder keine Antwort.

  "Aber du musst dir doch Gedanken gemacht haben? - Es fährt kein Bus, es gibt keine Bahn. Wir besitzen weder ein Auto noch ein Fahrrad. Was nützt uns eine größere Wohnung, wenn wir dafür keine Möbel haben und in leeren Zimmern hausen! Außerdem benötigen wir zum Leben dringend meinen Verdienst!"

  Ihre Mutter schwieg noch immer.

  Maria konnte sich nicht mehr beherrschen. "Wie konntest du nur mit uns in dieses Nest ziehen? Die Miete ist zu hoch. Wir werden hungern und eines Tages auf der Straße sitzen. Außerdem - immer wenn wir uns irgendwo eingelebt haben und uns wohl fühlen, ziehen wir wieder weg. Weißt du überhaupt, was du uns damit antust? Ich mach das nicht mehr mit. Seit Papa nicht mehr ist, geht es mit uns bergab! Bitte, Mama, sag doch etwas", bettelte sie.

  Maria zuckte zusammen, als ihre Mutter plötzlich losschrie: "Wenn es dir hier nicht gefällt, dann verschwinde! Du weißt ja, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat!"

  So hatte ihre Mutter noch nie mit ihr gesprochen! Blind vor Tränen stopfte Maria einige Sachen in ihren kleinen Pappkoffer und lief hinaus in die eiskalte Nacht.

  Nach vielen Stunden bedankte sich Maria Wernicke bei dem netten Lastwagenfahrer für die freundliche Mitnahme.

  "Halt die Ohren steif, Mädchen", sagte er und reichte ihr den kleinen Koffer. "Fröhliche Weihnachten", rief er ihr hinterher, bevor er davonfuhr.

  Weihnachten! Ach ja - heute war Heiligabend! Maria hatte es total vergessen. Als Erstes musste sie ihren Koffer loswerden, er war zwar leicht, aber lästig. Als sie am Hauptbahnhof vorbei kam, schloss sie ihn kurzerhand in einem Schließfach ein. Es fing an zu schneien, Maria achtete nicht darauf. Sie hatte ihre Hände tief in den Manteltaschen vergraben, ihre blonden Haare unter ein Kopftuch versteckt. Verdammt war das kalt! Sie fror erbärmlich in ihrem dünnen Mantel. Die laute Stadt, die hastenden Menschen, die riesigen Häuser, alles machte ihr auf einmal Angst. Wie anders war es dort, wo sie jetzt wohnten. Alles war klein und bescheiden. Was sollte sie jetzt bloß machen? Wo sollte sie hin? Vor jedem Schaufenster blieb sie stehen, drückte ihre winzige Stupsnase gegen die Scheibe, betrachtete die bunten Pappteller, voll gestopft mit Süßigkeiten. Ein Weihnachtsmann aus Pappe nickte ihr zu. Seine Hand mit der Rute drohte ihr, immer im gleichen Rhythmus. Sie blickte in den Himmel. In dicken Flocken fiel der Schnee zur Erde. Menschen gingen vorüber, sie freuten sich auf den Heiligen Abend, die letzten Besorgungen unter dem Arm. Von irgendwoher erklang Weihnachtsmusik, Maria ging ihr nach.

  Es war Weihnachtsmarkt!

  Auf einem Platz stand eine riesige Tanne, der gefallene Schnee glitzerte in den Zweigen. Vor den Buden roch es nach Lebkuchen, Glühwein und gebrannten Mandeln. Kinder lachten, Losverkäufer riefen, bunte Karussells drehten sich im Kreise. Ein Leierkastenmann spielte "Fröhliche Weihnacht überall!"

  Maria stand und staunte.

 

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